Elektrische Leistung und Energie

Gestufte Hilfen · UTEC 11NC · 24.09.2026
So nutzt du diese Seite: Zu jeder Aufgabe gibt es drei Stufen. Öffne immer nur die nächste — und erst dann, wenn du selbst nicht weiterkommst. Stufe 1 gibt dir einen Anstoß, Stufe 2 zeigt dir die Formel und was du einsetzt, Stufe 3 zeigt den ganzen Rechenweg. Auch wenn du Stufe 3 liest: Schreib den Weg danach selbst auf. Nur so merkst du, ob du ihn wirklich verstanden hast.

Aufgabe 1 — Typenschild-Rallye

Vier Typenschilder fotografieren, U, I und P eintragen — und die fehlende Größe ausrechnen.
Stufe 1Anstoß

Schau dir ein Typenschild genau an. Meistens stehen dort nur zwei der drei Größen — oft die Spannung in Volt (V) und die Leistung in Watt (W). Die Stromstärke in Ampere (A) fehlt.

Frag dich: Wie hängen die drei Größen zusammen? Wenn du zwei davon kennst, kannst du die dritte immer berechnen.

Noch eine Frage vorab: Auf manchen Schildern steht 1500 mA, auf anderen 2,2 kW. Was bedeuten die kleinen Buchstaben m und k vor der Einheit? Ohne die geht es hier schief.

Stufe 2Ansatz

Die Grundformel für die elektrische Leistung:

P = U · I     (Watt = Volt · Ampere)

Daraus bekommst du durch Umstellen die beiden anderen Formen:

I = P ⁄ U      U = P ⁄ I

Welche Form du brauchst, hängt davon ab, was auf dem Schild fehlt:

  • P und U stehen da, I fehlt → I = P ⁄ U
  • U und I stehen da, P fehlt → P = U · I

Vorsilben umrechnen — vor dem Einsetzen!

VorsilbeBedeutungBeispiel
k (kilo)· 10002,2 kW = 2200 W
m (milli)⁄ 10001500 mA = 1,5 A
Rechne immer zuerst in die Grundeinheiten V, A und W um. Dann erst einsetzen. Sonst kommt ein Ergebnis heraus, das um den Faktor 1000 danebenliegt.
Stufe 3Rechenweg

Beispiel 1 — Handy-Netzteil, auf dem Schild steht 5 V und 2 A. Gesucht: P

P = U · I
P = 5 V · 2 A = 10 W

Beispiel 2 — Schreibtischlampe, auf dem Schild steht 230 V und 60 W. Gesucht: I

I = P ⁄ U
I = 60 W ⁄ 230 V ≈ 0,26 A  (= 260 mA)

Beispiel 3 — Laptop-Netzteil, auf dem Schild steht 19 V und 3420 mA. Gesucht: P

Erst umrechnen: 3420 mA = 3420 ⁄ 1000 = 3,42 A.

P = 19 V · 3,42 A ≈ 65 W

Beispiel 4 — Mikrowelle, auf dem Schild steht 230 V und 1,2 kW. Gesucht: I

Erst umrechnen: 1,2 kW = 1,2 · 1000 = 1200 W.

I = 1200 W ⁄ 230 V ≈ 5,2 A
So füllst du deine Tabelle aus: Trage zuerst ab, was auf dem Foto steht. Rechne dann die Vorsilben weg. Erst danach rechnest du die fehlende Größe aus — und schreibst die Einheit immer dazu.
Achtung bei Netzteilen: Oft stehen zwei Zeilen drauf, eine für den Eingang (INPUT, z. B. 230 V) und eine für den Ausgang (OUTPUT, z. B. 5 V). Nimm die Werte aus einer Zeile, mische sie nicht.

Aufgabe 2 — Wasserkocher und Sicherung

230 V, 2200 W — wie groß ist I? Und warum sichert man mit 16 A ab?
Stufe 1Anstoß

Schreib dir zuerst auf, was du hast und was du suchst:

  • gegeben: U = 230 V, P = 2200 W
  • gesucht: I

Du kennst P = U · I. Darin steht das I aber auf der falschen Seite. Wie holst du es allein auf eine Seite? Überleg: Womit ist I malgenommen — und was ist die Gegenrechnung zum Malnehmen?

Für den zweiten Teil: Eine Sicherung ist ein Schalter, der bei zu großer Stromstärke abschaltet. Bei 16 A ist Schluss. Rechne also aus, wie viel Strom die beiden Geräte zusammen ziehen, und vergleiche mit 16 A.

Stufe 2Ansatz

I steht in P = U · I mit U malgenommen. Also teilst du beide Seiten durch U:

P = U · I   |  : U
I = P ⁄ U

Jetzt setzt du P = 2200 W und U = 230 V ein. Beides sind schon Grundeinheiten, du musst nichts umrechnen.

Für die Sicherung: In einem Haushalt hängen alle Steckdosen eines Zimmers meist an einem Stromkreis mit einer Sicherung. Die Ströme der Geräte addieren sich:

Igesamt = I1 + I2

Rechne also für den Föhn (1800 W an 230 V) genauso I aus wie für den Wasserkocher, addiere beide und vergleiche mit 16 A.

Stufe 3Rechenweg

Stromstärke des Wasserkochers:

I = P ⁄ U
I = 2200 W ⁄ 230 V = 9,565… A ≈ 9,6 A

Der Wasserkocher allein zieht also rund 9,6 A. Das ist weniger als 16 A — allein läuft er problemlos.

Warum überhaupt 16 A? Durch die Leitungen in der Wand fließt der Strom durch dünne Kupferdrähte. Je größer die Stromstärke, desto wärmer werden sie. Ab einer bestimmten Stromstärke wird die Leitung so heiß, dass die Isolierung schmilzt — Brandgefahr. Übliche Haushaltsleitungen (1,5 mm² Querschnitt) halten dauerhaft etwa 16 A aus. Die Sicherung schaltet deshalb vorher ab. Sie schützt die Leitung, nicht das Gerät.

Wasserkocher und Föhn zusammen:

Föhn:  I2 = 1800 W ⁄ 230 V = 7,826… A ≈ 7,8 A
Wasserkocher:  I1 ≈ 9,6 A
Igesamt = 9,565 A + 7,826 A = 17,39… A ≈ 17,4 A

Schneller geht es auch über die Leistungen: 2200 W + 1800 W = 4000 W, und 4000 W ⁄ 230 V ≈ 17,4 A — dasselbe Ergebnis.

Ergebnis: 17,4 A sind mehr als 16 A. Die Sicherung löst aus, der Strom ist weg. Genau deshalb sollte man Wasserkocher und Föhn nicht gleichzeitig an denselben Stromkreis hängen.
Faustregel für zu Hause: 16 A · 230 V ≈ 3680 W. Mehr als etwa 3600 W darfst du an einem Stromkreis nicht gleichzeitig betreiben.

Aufgabe 3 — Messreihe am Glühlämpchen

U und I bei 2, 3, 4, 5, 6 V messen; daraus P und R berechnen.
Stufe 1Anstoß

Zum Aufbau: Du misst zwei Größen gleichzeitig mit zwei Multimetern. Überleg dir vorher für jedes Gerät: Wo muss es hin?

  • Das Voltmeter misst die Spannung über dem Lämpchen. Wie wird es angeschlossen — parallel oder in Reihe?
  • Das Amperemeter misst den Strom, der durch das Lämpchen fließt. Der Strom muss also durch das Messgerät hindurch. Was heißt das für den Anschluss?

Zum Netzgerät (Leybold 521 488, 0–12 V): Dreh langsam hoch und stell genau 2 V ein, dann 3 V usw. Geh nie über die Nennspannung, die auf dem Lämpchen aufgedruckt ist — sonst brennt es durch.

Zum Rechnen: Für jeden Messpunkt brauchst du zwei Werte: die Leistung und den Widerstand. Beides kennst du schon aus früheren Stunden.

Stufe 2Ansatz

Messregeln:

  • Voltmeter parallel zum Lämpchen (also daneben, direkt an die beiden Anschlüsse des Lämpchens).
  • Amperemeter in Reihe — der Stromkreis wird aufgetrennt und das Messgerät dazwischengeschaltet.
VC272: Umstecken nicht vergessen! Für die Strommessung muss die rote Leitung aus der V-Buchse raus und in die mA-Buchse rein, und der Drehschalter muss auf mA stehen. Steckst du bei Strommessung in der V-Buchse, misst du nichts Sinnvolles; steckst du bei Spannungsmessung in der mA-Buchse, machst du einen Kurzschluss.

Die beiden Formeln:

P = U · I       R = U ⁄ I

Der wichtigste Punkt: Dein Amperemeter zeigt mA an, die Formeln brauchen aber A. Rechne vor jedem Einsetzen um:

Wert in mA  ⁄ 1000 =  Wert in A
mAA
50 mA0,050 A
92 mA0,092 A
120 mA0,120 A
1000 mA1,000 A
Merkhilfe: Das Komma wandert drei Stellen nach links. Aus 92 wird 0,092.
Stufe 3Rechenweg

Beispiel für einen Messpunkt: Du hast U = 4 V eingestellt und das Amperemeter zeigt I = 92 mA.

Schritt 1 — umrechnen:

I = 92 mA = 92 ⁄ 1000 A = 0,092 A

Schritt 2 — Leistung:

P = U · I
P = 4 V · 0,092 A = 0,368 W

Schritt 3 — Widerstand:

R = U ⁄ I
R = 4 V ⁄ 0,092 A = 43,478… Ω ≈ 43,5 Ω

So sieht deine Tabelle dann aus (die Stromwerte sind Beispielwerte, deine gemessenen können etwas abweichen):

U in V23456
I in mA688192102111
I in A0,0680,0810,0920,1020,111
P in W0,1360,2430,3680,5100,666
R in Ω29,437,043,549,054,1
Der typische Fehler: mA nicht umgerechnet. Dann rechnest du 4 V · 92 A = 368 W — ein Glühlämpchen mit der Leistung eines Heizlüfters. Wenn dein Ergebnis unsinnig groß ist, hast du fast immer die Umrechnung vergessen.
Dir fällt sicher auf: Der Widerstand R bleibt nicht gleich, sondern wächst mit der Spannung. Der Grund: Der Glühdraht wird heißer, und heißes Metall leitet schlechter. Das Lämpchen hält sich deshalb nicht an das ohmsche Gesetz mit konstantem R.

Aufgabe 4 — Das Diagramm P über U auswerten

Warum ist die Kurve keine Gerade? Und wie kommt man auf P = U²/R und P = I²·R?
Stufe 1Anstoß

Schau dir deine Punkte im Diagramm an. Leg ein Lineal an: Liegen alle Punkte auf einer Geraden durch den Ursprung — oder biegt die Kurve nach oben weg?

Prüf es mit Zahlen nach, das ist überzeugender als Hinschauen. Frag dich:

  • Wenn ich die Spannung verdopple (z. B. von 3 V auf 6 V) — wie stark wächst dann die Leistung? Auch nur auf das Doppelte?
  • Bei einer Geraden durch den Ursprung müsste doppelte Spannung genau doppelte Leistung bedeuten. Stimmt das bei deinen Werten?

Und noch ein Gedanke: In P = U · I stecken zwei Größen, die beide mitwachsen, wenn du die Spannung erhöhst. Was macht das mit dem Produkt?

Stufe 2Ansatz

Du hast zwei Formeln, die du zusammensetzen kannst:

P = U · I      und      U = R · I   (ohmsches Gesetz)

Aus dem ohmschen Gesetz folgt durch Umstellen auch I = U ⁄ R.

Weg 1 — das I ersetzen. Setz I = U ⁄ R in P = U · I ein. Was steht dann statt I da? Und was ergibt U mal U?

Weg 2 — das U ersetzen. Setz U = R · I in P = U · I ein. Was ergibt I mal I?

Schau dir dann in der fertigen Formel P = U² ⁄ R an, wo das U steht: Es ist quadriert. Genau das ist der Grund für die Krümmung. Eine Größe, die quadratisch wächst, gibt im Diagramm nie eine Gerade.
Stufe 3Rechenweg

Die Umformung zu P = U² ⁄ R:

P = U · I     mit   I = U ⁄ R
P = U · ( U ⁄ R )
P = U² ⁄ R

Die Umformung zu P = I² · R:

P = U · I     mit   U = R · I
P = ( R · I ) · I
P = I² · R

Du hast jetzt also drei gleichwertige Formeln für dieselbe Leistung — du nimmst die, zu der die gegebenen Größen passen:

Formelbrauchst du, wenn gegeben sind
P = U · IU und I
P = U² ⁄ RU und R
P = I² · RI und R

Warum die Kurve gekrümmt ist: In P = U² ⁄ R steht U im Quadrat. Bleibt R gleich und du verdoppelst die Spannung, dann vervierfacht sich die Leistung — denn 2² = 4.

Rechne es mit R = 40 Ω nach:

U = 3 V:   P = (3 V)² ⁄ 40 Ω = 9 ⁄ 40 W = 0,225 W
U = 6 V:   P = (6 V)² ⁄ 40 Ω = 36 ⁄ 40 W = 0,900 W

Doppelte Spannung, aber vierfache Leistung: 0,900 W ist das Vierfache von 0,225 W. Deshalb steigt die Kurve immer steiler an und ist keine Gerade.

Anschaulich: Erhöhst du die Spannung, passiert zweierlei gleichzeitig — es fließt mehr Strom, und jedes Elektron bekommt mehr Energie mit. Beide Effekte multiplizieren sich in P = U · I.

Beim Glühlämpchen kommt noch etwas dazu: R ist nicht ganz konstant, sondern wächst mit der Temperatur (siehe Aufgabe 3). Dadurch steigt P etwas weniger stark als das reine Quadrat — aber die Kurve bleibt trotzdem deutlich nach oben gekrümmt.

Aufgabe 5 — Energie und Kosten

Wasserkocher, 2200 W, 4 Minuten: Energie in Ws und kWh, dann die Kosten bei 0,35 €/kWh.
Stufe 1Anstoß

Leistung und Energie sind nicht dasselbe. Die Leistung sagt, wie schnell ein Gerät Energie verbraucht. Die Energie sagt, wie viel insgesamt zusammenkommt. Frag dich: Wovon hängt die Gesamtmenge also zusätzlich ab?

Bevor du rechnest, schau dir die Einheiten an. Die Leistung ist in Watt gegeben, die Zeit in Minuten. Passt das zusammen? Sekunde und Minute sind nicht dasselbe — eine davon musst du umrechnen.

Und für die Stromrechnung: Der Stromanbieter rechnet nicht in Ws, sondern in kWh (Kilowattstunden). Was bedeuten die drei Teile dieser Einheit — k, W und h?

Stufe 2Ansatz

Die Formel für die elektrische Energie (Arbeit):

W = P · t

Das Entscheidende ist, in welchen Einheiten du P und t einsetzt — davon hängt ab, in welcher Einheit das Ergebnis herauskommt:

P einsetzen int einsetzen inErgebnis in
Watt (W)Sekunden (s)Wattsekunden (Ws) = Joule (J)
Kilowatt (kW)Stunden (h)Kilowattstunden (kWh)
Merksatz: Willst du kWh, dann setz die Leistung in kW und die Zeit in h ein. Nichts anderes.

Was du dafür umrechnen musst:

2200 W = 2200 ⁄ 1000 = 2,2 kW
4 min = 4 · 60 = 240 s
4 min = 4 ⁄ 60 h ≈ 0,0667 h

Ws in kWh umrechnen (falls du den ersten Weg schon gerechnet hast):

1 kWh = 1000 W · 3600 s = 3 600 000 Ws

Du teilst deinen Ws-Wert also durch 3 600 000.

Kosten: Der Preis gilt pro kWh. Also:

Kosten = Energie in kWh · Preis pro kWh
Stufe 3Rechenweg

Schritt 1 — Energie in Wattsekunden (Joule):

Zeit umrechnen: t = 4 min = 4 · 60 s = 240 s

W = P · t
W = 2200 W · 240 s = 528 000 Ws
= 528 000 J = 528 kJ

Schritt 2 — dasselbe in Kilowattstunden. Zwei Wege, beide führen zum gleichen Ergebnis.

Weg A: direkt mit kW und h rechnen

P = 2200 W = 2,2 kW
t = 4 min = 4 ⁄ 60 h ≈ 0,0667 h
W = 2,2 kW · 0,0667 h ≈ 0,147 kWh

Weg B: aus dem Ws-Wert umrechnen

W = 528 000 Ws ⁄ 3 600 000 = 0,1467… kWh ≈ 0,147 kWh

Schritt 3 — Kosten bei 0,35 € pro kWh:

Kosten = 0,1467 kWh · 0,35 €/kWh = 0,0513… € ≈ 0,05 € = rund 5,1 Cent

Antwortsatz: Der Wasserkocher verbraucht in 4 Minuten 528 kJ, das sind etwa 0,147 kWh. Das kostet rund 5 Cent.

Klingt nach wenig — aber rechne es aufs Jahr hoch: Dreimal täglich Wasser kochen sind rund 15 Cent am Tag und über 50 € im Jahr.
Häufiger Fehler: 2200 W · 4 min rechnen und das Ergebnis „kWh“ nennen. Minuten sind weder Sekunden noch Stunden — du musst dich für eine der beiden Kombinationen aus der Tabelle in Stufe 2 entscheiden.

Aufgabe 6 — Wie viel steckt in einer Powerbank?

10000 mAh bei 3,7 V: Wie viele Wh sind das, wie oft lädt sie ein Handy, und was kostet eine Ladung?
Stufe 1Anstoß

Auf der Powerbank steht groß 10000 mAh — und darunter klein 3,7 V. Die Zahl mit dem „h“ sieht nach Energie aus, ist aber keine: mAh ist Strom mal Zeit, also nur eine Ladungsmenge. Erst wenn die Spannung dazukommt, wird eine Energie daraus.

Schau dir die Formel W = U · I · t an und überleg: Welcher Teil davon steckt in der Angabe „10000 mAh“? Und was fehlt noch?

Für Teil b): Wenn du weißt, wie viel Energie in der Powerbank steckt und wie viel in einen Handyakku passt — was musst du dann mit den beiden Zahlen machen?

Für Teil c) brauchst du wieder den Preis pro kWh. In welcher Einheit muss deine Energie also stehen, bevor du multiplizierst?

Stufe 2Ansatz

Zuerst mAh in Ah umrechnen — milli heißt geteilt durch 1000:

10000 mAh = 10000 ⁄ 1000 = 10 Ah

In der Angabe „10 Ah“ steckt schon I · t zusammen drin. Die Energieformel wird damit ganz kurz:

W = U · I · t = U · (I · t)
W in Wh = U in V · Ladung in Ah
Merksatz: Volt · Amperestunden = Wattstunden. Deshalb steht auf vielen Powerbanks zusätzlich klein eine Wh-Angabe — genau diese Zahl.
AngabebedeutetEinheit
10000 mAhLadung (I · t)Ah
3,7 VZellenspannungV
beides malEnergieWh

b) Rechne den Handyakku genauso in Wh um und teile dann:

Anzahl = Energie der Powerbank ⁄ Energie des Handyakkus

c) Wh in kWh: durch 1000 teilen. Dann wie in Aufgabe 5:

Kosten = Energie in kWh · 0,35 €/kWh
Stufe 3Rechenweg

a) Energieinhalt der Powerbank

10000 mAh = 10 Ah
W = U · I · t = 3,7 V · 10 Ah = 37 Wh
37 Wh = 37 ⁄ 1000 = 0,037 kWh
Dreh mal eine Powerbank um: Neben „10000 mAh“ steht oft klein „37 Wh“. Du hast gerade nachgerechnet, wo diese Zahl herkommt.

b) Wie oft lädt sie das Handy voll?

Erst den Handyakku in Wh umrechnen: 3000 mAh = 3 Ah

WHandy = 3,7 V · 3 Ah = 11,1 Wh
Anzahl = 37 Wh ⁄ 11,1 Wh = 3,33… ≈ 3,3-mal
Aber: In der Praxis schaffst du nur etwa 2 Ladungen. Die Powerbank muss ihre 3,7 V erst auf die 5 V der USB-Buchse hochsetzen, und auch im Handy geht beim Laden Energie als Wärme verloren. Rund ein Drittel bleibt unterwegs liegen.

c) Kosten für eine volle Ladung an der Steckdose

Kosten = 0,037 kWh · 0,35 €/kWh = 0,01295 € ≈ 0,013 € ≈ gut 1 Cent

Antwortsatz: In der Powerbank stecken 37 Wh, also 0,037 kWh. Rechnerisch reicht das für 3,3 Handyladungen, praktisch für etwa 2. Einmal volltanken kostet rund 1 Cent.

Jetzt weiterdenken: Vergleiche das mit der Hausaufgabe — ein einziges Standby-Gerät verbraucht im Jahr 26,28 kWh. Das sind über 700 Powerbank-Ladungen. Die kleine Powerbank ist energetisch ein Fliegenschiss, das vergessene Netzteil nicht.
Häufiger Fehler: „10000 mAh“ direkt als Energie benutzen und die 3,7 V weglassen. Ohne Spannung ist eine mAh-Angabe wertlos — zwei Akkus mit gleicher mAh-Zahl, aber verschiedener Spannung haben völlig verschiedene Energieinhalte.

Hausaufgabe — Standby ein ganzes Jahr

3 W dauerhaft, 24 Stunden am Tag, 365 Tage: Wie viel kWh und was kostet das?
Stufe 1Anstoß

Es ist dieselbe Formel wie in Aufgabe 5 — nur läuft das Gerät diesmal sehr viel länger. Der ganze Trick steckt in der Zeit.

Frag dich: Wie viele Stunden hat ein Tag? Und wie viele Stunden hat dann ein Jahr mit 365 Tagen? Rechne diese eine Zahl zuerst aus, bevor du irgendetwas anderes machst — mit ihr wird die Aufgabe einfach.

Und noch etwas: Du willst am Ende kWh haben. In welcher Einheit musst du die Leistung 3 W dafür einsetzen?

Stufe 2Ansatz

Zwischenschritt — die Zeit in Stunden:

t = 24 h/Tag · 365 Tage = 8760 h

Diese Zahl solltest du dir merken: Ein Jahr hat 8760 Stunden.

Die Leistung in kW:

P = 3 W = 3 ⁄ 1000 kW = 0,003 kW

Dann wie gehabt:

W = P · t   (P in kW, t in h → Ergebnis in kWh)
Kosten = W · 0,35 €/kWh
Schätz vorher mal: Wie viel kostet ein Gerät, das „nur“ 3 W zieht, wohl im Jahr? Notier deine Schätzung und vergleiche sie danach mit dem Ergebnis.
Stufe 3Rechenweg

Schritt 1 — Betriebszeit in Stunden:

t = 24 h · 365 = 8760 h

Schritt 2 — Leistung in kW:

P = 3 W = 0,003 kW

Schritt 3 — Energie:

W = P · t
W = 0,003 kW · 8760 h = 26,28 kWh

Schritt 4 — Kosten:

Kosten = 26,28 kWh · 0,35 €/kWh = 9,198 € ≈ 9,20 €

Antwortsatz: Das Gerät verbraucht im Standby 26,28 kWh pro Jahr. Das kostet etwa 9,20 € — nur fürs Nichtstun.

Jetzt weiterdenken: In einem normalen Haushalt stehen schnell 10 solche Geräte herum — Fernseher, Receiver, Router, Spielkonsole, Mikrowelle mit Uhr, Ladegeräte in der Steckdose, Stereoanlage …

10 · 26,28 kWh = 262,8 kWh im Jahr, das sind rund 92 €. Dafür bekommst du keine einzige Sekunde Nutzen.

Schaltbare Steckdosenleisten kosten ein paar Euro und schalten alles wirklich ab. Die rechnen sich im ersten Jahr.
Häufiger Fehler: mit 365 Stunden statt 8760 Stunden rechnen. Das Gerät läuft rund um die Uhr, nicht eine Stunde pro Tag.
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