Spannung ist kein „Durchfluss“, sondern ein Unterschied zwischen zwei Punkten — so wie ein Höhenunterschied. Deshalb fragt das Voltmeter immer: zwischen welchen beiden Punkten?
Daraus folgt: Das Voltmeter wird nicht eingebaut. Du trennst nichts auf, du steckst nichts um am Aufbau. Du hältst es einfach an zwei Punkte — genau links und rechts von dem Bauteil, dessen Spannung du wissen willst.
Überleg jetzt für U1: Welche zwei Punkte begrenzen R1? Und für U über beide Widerstände zusammen: Welche zwei Punkte sind das dann?
„Umstecken“ heißt hier also nur: die beiden Messkabel an andere Punkte setzen — der Aufbau selbst bleibt, wie er ist.
VΩ, schwarzes in COM, Drehschalter auf V
(Gleichspannung). Das ist eine andere Buchse als beim Strommessen.mA-Buchse steckt und du das Gerät parallel an einen Widerstand
hältst, baust du einen Kurzschluss — die Sicherung im Multimeter ist dann
hin. Also vor jeder Spannungsmessung: Steckt das Kabel in VΩ?Und in der Parallelschaltung (Teil 3)? Dasselbe Vorgehen — nur ist das Ergebnis dort langweilig: An R1 und an R2 misst du fast denselben Wert, nämlich die volle Quellspannung. Genau das ist das Kennzeichen der Parallelschaltung.
Die Reihenfolge, die am wenigsten Umsteckerei kostet:
Wenn etwas nicht stimmt:
Überleg erst, was ein Amperemeter überhaupt macht: Es zählt die Ladungen, die durch es hindurchfließen. Der Strom muss also durch das Gerät laufen — es wird wie ein Stück Draht in die Leitung eingebaut.
Daraus folgt: Du kannst ein Amperemeter nie einfach „danebenhängen“ wie das Voltmeter. Du musst die Leitung an einer Stelle auftrennen und das Gerät in die Lücke setzen.
Und jetzt die entscheidende Frage: Welchen Strom willst du gerade messen? Fahr mit dem Finger den Weg vom Pluspol des Netzgeräts ab. Irgendwo teilt sich der Weg in zwei Äste. Vor der Teilung fließt der ganze Strom, in jedem Ast nur ein Teil davon. Deine Messstelle muss genau dort liegen, wo nur der Strom fließt, der dich interessiert.
In der Parallelschaltung gibt es deshalb drei verschiedene Messstellen:
Das Voltmeter bleibt dabei unangetastet parallel am Widerstand — und es zeigt an beiden Widerständen fast denselben Wert. Das ist kein Fehler, sondern genau das Kennzeichen der Parallelschaltung.
Vorbereitung (einmal): Rotes Kabel in die Buchse mA des
Multimeters, schwarzes in COM, Drehschalter auf mA (Gleichstrom).
Netzgerät bleibt bei 6,0 V.
Messung I1 (Ast von R1)
Messung I2: genauso, nur am Ast von R2. R1 vorher wieder korrekt einstecken.
Messung I (gesamt): beide Widerstände korrekt eingesteckt lassen und stattdessen die Zuleitung vom Netzgerät auftrennen — das Amperemeter kommt zwischen Pluspol des Netzgeräts und die Reihe, in der sich der Strom auf die beiden Äste teilt.
Wenn deine drei Messwerte diese Gleichung erfüllen (ein paar Prozent Abweichung sind normal), hast du richtig gemessen. Wenn nicht, hast du höchstwahrscheinlich eine Messstelle an der falschen Seite des Knotens — dann fließt entweder zu viel oder zu wenig durch dein Gerät.
0, ist die Leitung noch offen; zeigt es
OL oder nichts, steckt das Kabel in der falschen Buchse.mA-Buchse hält das
aus. Stecke das Kabel trotzdem nie in die 10A-Buchse und drehe nicht am
Netzgerät hoch.